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🏰 Das Savoyer Fort von Su Pisu: eine Bastion des Widerstands und der Erinnerung in Sant'Antioco

  • Autorenbild: Simone Mastrogiacomo
    Simone Mastrogiacomo
  • 22. Juli 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 24. MĂ€rz

Wenn Sie von Palma de Sols zu einer der geschichtstrĂ€chtigsten und mutigsten StĂ€tten Sant'Antiocos aufsteigen möchten, nehmen Sie den Weg zum Forte Su Pisu. Erbaut im frĂŒhen 19. Jahrhundert zum Schutz der Gemeinde vor sarazenischen PiratenĂŒberfĂ€llen, erzĂ€hlt diese Festung eines der dramatischsten und mutigsten Kapitel der Inselgeschichte. âš”ïžđŸ°


Forte Su Pisu bei Sonnenuntergang, historische Steinfestung auf einem HĂŒgel in Sant’Antioco

📍 Wo befindet es sich?

Forte Su Pisu liegt auf einem HĂŒgel oberhalb der Altstadt von Sant'Antioco, direkt ĂŒber der Basilika Sant'Antioco Martire. Es ist nur wenige Gehminuten von Palma de Sol entfernt.


Wegbeschreibung zum Forte Su Pisu in Sant’Antioco
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đŸ›ïž Ein bisschen Geschichte

Der Bau des Forts Su Pisu begann 1813 als Reaktion auf ein tragisches Ereignis, das die gesamte Gemeinde von Sant'Antioco erschĂŒttert hatte: den Sarazeneneinfall vom 22. Juli 1812, bei dem die Bevölkerung durch den Angriff der Piraten schutzlos und in Angst und Schrecken geriet. Auf die dringende Bitte der Einwohner hin beschloss Königin Maria Teresa einzugreifen und stellte 700 Scudi zur VerfĂŒgung, um den Bau einer neuen Festung zu finanzieren, die die Insel vor zukĂŒnftigen Bedrohungen schĂŒtzen sollte.

Nach zwei Jahren harter und anspruchsvoller Arbeit wurde das Fort im Sommer 1815 endlich fertiggestellt. Leutnant Efisio Melis Alagna wurde zum Kommandanten des Forts ernannt und ĂŒbertrug ihm das Kommando ĂŒber die sardische Artillerie.

Doch die Feuertaufe des Forts ließ nicht lange auf sich warten. Am Abend des 15. Oktober 1815 nĂ€herte sich bei Sonnenuntergang eine Flotte von etwa 15 tunesischen Schiffen der KĂŒste von Sant'Antioco. Sie setzten geschickt britische Flaggen ein, um Beobachter zu verwirren. Im Morgengrauen des nĂ€chsten Tages landeten etwa tausend Piraten an den StrĂ€nden von Is Pruinis und Sa Punta de S'Aliga und nahmen rasch Kurs auf die Stadt.

Erschrocken suchte ein Großteil der Bevölkerung Zuflucht auf dem Land. Nur Kommandant Melis Alagna, mit 16 Soldaten und einer kleinen Gruppe von Zivilisten – darunter seine Schwester Angelina Melis – entschloss sich zum Widerstand und suchte Zuflucht im Fort.

Der Widerstand war heldenhaft: Fort Su Pisu konnte die Angriffe sieben Stunden lang abwehren und erwies sich als nahezu uneinnehmbar. Schließlich gelang es den tunesischen Korsaren jedoch dank eines Überraschungsangriffs, in das Fort einzudringen. Efisio Melis Alagna und zehn seiner MĂ€nner starben in der Schlacht, wĂ€hrend sechs weitere Soldaten und zahlreiche Zivilisten gefangen genommen wurden. Insgesamt wurden 133 Menschen nach Tunis deportiert.

Das Opfer von Kommandant Melis Alagna blieb unvergessen: Sein Leichnam wurde in der Basilika Sant’Antioco begraben und sein Andenken mit einer Gedenkinschrift gewĂŒrdigt, die noch heute an den Mut derer erinnert, die die Insel bis zu ihrem letzten Atemzug verteidigten.


🌅 Warum besuchen?

  • Es ist ein Symbol fĂŒr den Widerstand der Insel gegen die Sarazenenangriffe.

  • Es bietet einen spektakulĂ€ren Blick auf die Stadt Sant'Antioco und das Meer.

  • Es ist ein Ort der Erinnerung, an dem jeder Stein von Mut, Opferbereitschaft und Hoffnung erzĂ€hlt.


🎒 NĂŒtzliche Tipps aus Palma de Sols:

  • Ein Aufstieg bei Sonnenuntergang bietet einen der schönsten Ausblicke der Insel.

  • Lesen Sie die Geschichte vor Ihrer Ankunft: Jeder Winkel der Festung wird Ihnen noch mehr Bedeutung verleihen.

  • Nehmen Sie Wasser und bequeme Schuhe mit: Der Aufstieg ist kurz, aber etwas steil.


👉 Forte Su Pisu ist mehr als nur eine steinerne Festung: Es ist ein Denkmal fĂŒr den Mut der Gemeinde Sant'Antioco, ein Ort, der zum Innehalten, zum Blick aufs Meer und zum Gedenken an diejenigen einlĂ€dt, die fĂŒr die Verteidigung ihres Landes kĂ€mpften. Von Palma de Sols aus ist es ein Spaziergang durch die Geschichte und den Stolz der Insel.

 
 
 

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